Das Hyper Text Coffee Pot Control Protocol wurde am 1. April 1998 veröffentlicht und regelt den Fernzugriff auf Kaffeemaschinen. Enthalten ist der Statuscode 418: Wer eine Teekanne auffordert, Kaffee zu brühen, bekommt ihn zurück. Der Scherz hat sic…
Was im Betrieb kaputtging – und was half
Serverbetrieb, Linux und Websites. Keine nacherzählte Dokumentation: Jeder Beitrag geht auf ein Symptom zurück, das hier tatsächlich aufgetreten ist.
Worum es hier geht
Dieser Blog behandelt den Betrieb von Servern und Websites: Plesk und nginx, Apache und .htaccess, Linux-Distributionen und deren Aktualisierung, Umzüge zwischen Redaktionssystemen, DNS und Zertifikate.
Was ihn von den vielen ähnlichen Angeboten unterscheiden soll, ist eine einzige Regel: Kein Beitrag ohne einen eigenen Fund. Wenn sich nichts benennen lässt, das hier tatsächlich beobachtet wurde – eine Fehlermeldung, eine Messung, etwas, das nicht mehr lief –, wird der Beitrag nicht geschrieben. Umgeschriebene Herstellerdokumentation gibt es anderswo, und dort ist sie besser.
Drei Arten von Beiträgen
- Fund – ein Symptom, seine Ursache und die Behebung. Wird einmal geschrieben und bleibt dann stehen.
- Versionsseite – Termin, Neuerungen und Ende des Wartungszeitraums einer Distribution. Trägt ein Prüfdatum und wird laufend nachgezogen.
- Verfahren – wie sich etwas prüfen oder messen lässt, mit dem Skript oder der Abfolge dazu.
Wer das schreibt
Alexander Müller, seit 2012 selbstständig, betreibt eigene Server und mehrere Fachportale. Die Beiträge entstehen aus dieser Arbeit. Wo ein Werkzeug beschrieben wird, das er selbst herstellt, steht das im Beitrag – nicht im Kleingedruckten.
Mehr zur Person: knowsabout.me. Zu den redaktionellen Grundsätzen: Über diesen Blog.
Netzfundstücke nach Theme
Nach Themen sortiert – für die schnelle Vorauswahl.
10 Einträge
Wird ein Inhalt aus rechtlichen Gründen gesperrt – Gerichtsbeschluss, behördliche Anordnung, Urheberrecht –, war bis 2016 meist 403 die Antwort. Der sagt nur „verboten“ und verschweigt, wer verbietet. RFC 7725 führte dafür einen eigenen Code ein und…
In Terry Pratchetts Roman „Going Postal“ gibt es die Klacker – ein Signaltürmenetz. Wird ein Name mit dem Zusatz GNU durchgereicht, wandert er endlos weiter, denn „ein Mensch ist nicht tot, solange sein Name noch genannt wird“. Nach Pratchetts Tod i…
RFC 1149 beschreibt am 1. April 1990 die Übertragung von IP-Paketen mittels Brieftaube. Die Nutzlast wird auf Papier gedruckt und am Bein befestigt; die Norm erwähnt trocken die geringe Verfügbarkeit, die Anfälligkeit für Raubvögel und die hohe Late…
Der bekannteste Fehlerbericht der Netzgeschichte beginnt mit einer Beschwerde, die nach Unfug klingt: E-Mails kämen nicht weiter als etwa fünfhundert Meilen. Der zuständige Administrator hielt das für ausgeschlossen – bis die Auswertung zeigte, dass…
Als HTTP/1.1 festgeschrieben wurde, hielt man einen Statuscode für Bezahlschranken für absehbar: 402, Payment Required. Ein Verfahren dafür wurde nie standardisiert. Der Code steht bis heute in der Spezifikation, versehen mit dem Hinweis, er sei für…
RFC 2606 reserviert die Endungen .test, .example, .invalid und .localhost sowie die Domains example.com, example.net und example.org. Sie sind für Dokumentation und Beispiele gedacht und werden nie an jemanden vergeben. Der Grund ist praktisch: Vor …
In Datenbanken steht NULL für „kein Wert“. Menschen mit dem Nachnamen Null oder Null-ähnlichen Schreibweisen laufen deshalb seit Jahrzehnten in dieselbe Wand: Formulare weisen den Namen als leer zurück, Buchungen scheitern, Rechnungen kommen ohne Ad…
Am 1. April 1978 erschien RFC 748 mit dem Titel „TELNET RANDOMLY-LOSE Option“. Beschrieben wird eine Aushandlung, mit der sich zwei Gegenstellen darauf einigen, gelegentlich grundlos abzustürzen – im Stil und Aufbau exakt so verfasst wie eine ernsth…
Das Problem ist so alt wie Unix selbst. Unix zählt Sekunden seit dem 1. Januar 1970. Wird dieser Zähler in einer vorzeichenbehafteten 32-Bit-Zahl geführt, ist der höchste darstellbare Wert am 19. Januar 2038 um 03:14:07 Uhr UTC erreicht. Eine Sekund…