RFC 1149 beschreibt am 1. April 1990 die Übertragung von IP-Paketen mittels Brieftaube. Die Nutzlast wird auf Papier gedruckt und am Bein befestigt; die Norm erwähnt trocken die geringe Verfügbarkeit, die Anfälligkeit für Raubvögel und die hohe Late…
Kurioses aus den RFCs – Normen, die es ernst meinen und trotzdem nicht
Die Requests for Comments sind die Bauanleitungen des Internets: nüchtern, durchnummeriert, ohne Schmuck. Genau deshalb funktioniert der Scherz so gut, den es dort seit 1978 jedes Jahr am 1. April gibt.
Die Aprilscherz-RFCs sind in Form und Aufbau nicht von echten Normen zu unterscheiden – Zustandsdiagramme, Aushandlungsabläufe, Sicherheitsbetrachtungen. Nur der Gegenstand ist erfunden. Wer sich mit dem Aufbau einer Spezifikation vertraut machen will, kann sie zum Üben lesen.
Und mindestens eine davon wurde tatsächlich umgesetzt, mit Messprotokoll.
Netzfundstücke in Kurioses aus den RFCs
Am 1. April 1978 erschien RFC 748 mit dem Titel „TELNET RANDOMLY-LOSE Option“. Beschrieben wird eine Aushandlung, mit der sich zwei Gegenstellen darauf einigen, gelegentlich grundlos abzustürzen – im Stil und Aufbau exakt so verfasst wie eine ernsth…