Die naheliegende Quelle für einen Umzug aus WordPress ist der eingebaute Export. Er ist genau dann die richtige Wahl, wenn das Ziel wieder WordPress ist – und nur dann.
Was im Export steht
Das WXR-Format enthält, was in der Datenbank steht: den Rohinhalt eines Beitrags. Bei einer über Jahre gewachsenen Installation sind das nicht nur Absätze und Überschriften, sondern auch:
- Shortcodes in eckigen Klammern, die ein Plugin zur Anzeigezeit durch etwas anderes ersetzt.
- Blockkommentare des Editors, die Struktur beschreiben und im Zielsystem als Kommentare übrig bleiben.
- Platzhalter für Galerien, Formulare, Inhaltsverzeichnisse und Bewertungen.
Jedes dieser Elemente ist ein Verweis auf eine Erweiterung. Zieht man auf ein System um, das diese Erweiterung nicht kennt, bleibt der Verweis als Zeichenkette im Text stehen. Der Leser sieht dann eckige Klammern, wo eine Tabelle stehen sollte.
Der Export enthält den Inhalt, aber nicht das Ergebnis. Bei einer Installation mit vielen Erweiterungen ist der Unterschied zwischen beidem genau das, wofür die Erweiterungen installiert wurden.
Was die Schnittstelle liefert
Die REST-Schnittstelle gibt Beiträge als strukturierte Daten aus, und das Feld content.rendered enthält das fertig aufbereitete Ergebnis – also das, was der Besucher tatsächlich zu sehen bekommt. Shortcodes sind aufgelöst, Blockkommentare verarbeitet, Galerien zu Bildstrecken geworden.
Für einen Umzug auf ein fremdes System ist das die passende Quelle: Man übernimmt, was da war, nicht die Anweisung, es herzustellen.
- Funktioniert ohne laufenden Server
- Enthält auch Entwürfe und Metadaten
- Rohinhalt mit unaufgelösten Platzhaltern
- Richtig, wenn das Ziel wieder WordPress ist
- Liefert das ausgelieferte Ergebnis
- Auch Kategorien, Schlagwörter, Autoren, Medien
- Braucht einen erreichbaren Server
- Seitenweise Abfrage, öffentliche Beiträge ohne Anmeldung
Worauf zu achten ist
- Erreichbarkeit prüfen
Ein Aufruf des Beitragsendpunkts zeigt sofort, ob die Schnittstelle offen ist. Manche Sicherheits-Plugins sperren sie für nicht angemeldete Zugriffe.
- Seitenweise abfragen
Die Antwortköpfe nennen Gesamtzahl und Seitenzahl. Wer die erste Antwort für vollständig hält, übernimmt zehn von zweihundert Beiträgen und merkt es spät.
- Themebestandteile herauslösen
Je nach Installation mischen sich Elemente ein, die zum Theme gehören und nicht zum Beitrag: Autorenkästen, Teilen-Leisten, Verweise auf verwandte Beiträge. Sie gehören beim Import entfernt.
- Bilder gesondert behandeln
Im ausgelieferten Ergebnis stehen absolute Adressen auf den alten Server. Wer sie so übernimmt, hat eine neue Website, die von der alten abhängt – bis diese abgeschaltet wird.
Was ein Import nicht ist
Ein Text, der aus einem alten System kommt, ist übernommen, nicht redigiert. Wer den Import als Abschluss betrachtet, hat den alten Bestand in ein neues System gehoben – samt allem, was der Grund für den Umzug war.