Ein Testwerkzeug nimmt eine Adresse entgegen und beurteilt eine Seite. Das ist genau die richtige Bauweise – für den Fall, dass man eine Seite hat.
Warum Stichproben hier besonders schlecht sind
Bei zweihundert erzeugten Seiten prüft niemand zweihundert. Man prüft drei: eine Übersicht, einen Beitrag, eine Detailseite. Alle drei sind gut gefüllt, weil man sie danach ausgesucht hat.
Die problematischen Fälle sehen anders aus. Es sind die Datensätze, bei denen ein Feld leer geblieben ist. Der Beitrag ohne Autorenzuordnung. Der Eintrag, der nach einem Import ein Datum in einem anderen Format trägt. Genau diese Fälle sind unauffällig und werden deshalb nicht ausgewählt.
Was eine Prüfung im Bauvorgang leistet
Der Generator erzeugt die Seiten ohnehin. An dieser Stelle liegen die Auszeichnungen bereits vor, bevor irgendetwas ausgeliefert wird. Drei Fragen lassen sich dort für jede einzelne Seite beantworten:
- Lässt sich die Auszeichnung lesen?
Ein Formatfehler entsteht meist durch einen Inhalt, der nicht maskiert wurde – ein Anführungszeichen im Titel genügt. Die Prüfung findet das sofort, das Testwerkzeug erst bei genau dieser Seite.
- Sind die Pflichtangaben vorhanden?
Je Typ eine Liste der Felder, die vorhanden und nicht leer sein müssen. Ein Feld mit leerem Wert ist schlechter als ein fehlendes: Es behauptet eine Angabe, die es nicht gibt.
- Zeigen die Verweise auf etwas?
Adressen in Auszeichnungen verweisen auf Autorenprofile, verwandte Seiten, Bilder. Nach einem Umzug zeigen sie regelmäßig ins Leere – und das sieht man ihnen von außen nicht an.
Sie sagt nichts darüber, ob eine Suchmaschine die Angaben akzeptiert oder daraus eine erweiterte Darstellung erzeugt. Das entscheidet der Anbieter nach eigenen Regeln, die sich ändern und nicht vollständig veröffentlicht sind. Die eigene Prüfung beantwortet die Frage davor: ob überall etwas Vollständiges steht.
Der Unterschied im Ablauf
Nachgelagert geprüft wird selten, weil es Arbeit ist, die nach getaner Arbeit kommt. Im Bauvorgang geprüft wird immer, weil man nichts dafür tun muss.
Das ist der eigentliche Gewinn – nicht die Prüfung selbst, sondern dass sie nicht mehr auf einer Liste steht, die man abarbeiten müsste.